Dr. Ursula Sophie EBNER

Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Fachärztin für Psychiatrie, Integrative Therapie (unter Supervision), Ärztin für Allgemeinmedizin

Zahlreiche psychische Erkrankungen beginnen im Kindes- und Jugendalter und nehmen einen zumeist episodischen, zum Teil auch chronischen Verlauf bis ins Erwachsenenalter.

Emotionale Belastungen oder schwierige Lebensumstände können zu Symptomen (z.B.  sozialem Rückzug, Traurigkeit, Schlafstörungen, häufig auch körperlichen Beschwerden, selbstverletzendem oder aggressivem Verhalten)  führen.

Die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen kann aber auch ohne ersichtlichen Grund irritiert sein oder problematisch verlaufen.

Erfahrungen in Kindheit, Jugend und jungem Erwachsenenalter sind von entscheidender Bedeutung für das, was uns als Erwachsene ausmacht.
 

Terminvereinbarung: +43 (660) 76 01 350

E-Mail: ebner@psy-praxis.at 

Leistungen

Diagnostik und Therapie von psychischen Störungen, Symptomen und Verhaltensänderungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie Begleitung in belastenden Lebenssituationen.

Bei Kindern und Jugendlichen ist die Zusammenarbeit mit den Eltern/Erziehungsberechtigten ein wesentlicher Teil der Behandlung.

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist es üblich multiaxial – auf 6 Ebenen – zu diagnostizieren. Neben den Diagnosen psychischer Störungen nach ICD-10 werden auch umschriebene Entwicklungsstörungen, Intelligenzniveau, körperliche Erkrankungen, psychosozial belastende Umstände und das psychische Funktionsniveau mit beurteilt, da diese Faktoren einen entscheidenden Einfluss auf die weitere Behandlung und Entwicklung haben.

In der Behandlung von Erwachsenen ist diese systematische multiaxiale Diagnostik weder üblich noch gefordert, spielt aber im Rahmen des umfassenden Gesamteindruckes eine ebenso bedeutsame Rolle, so wie auch das Miteinbeziehen von nahestehenden Personen.

Eine gründliche organische Abklärung ist Grundvoraussetzung vor jeder psychiatrischen Diagnostik. Bitte bringen Sie vorhandene Befunde in jedem Fall mit!

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen ist oft notwendig, z.B. Leistungsdiagnostik (Klinische Psychologie), Abklärung von motorischen oder sprachlichen Auffälligkeiten (Ergotherapie, Logopädie) oder auch somatischen Beschwerden durch Kinderärzte bzw. Haus- oder Fachärzte.

Aktuelle Tätigkeit

Fachärztin am Neuromed Campus des Kepler Universitätsklinikums, zuständig für eine offene Station für nicht mehr schulpflichtige Jugendliche bis 18 Jahre. Vorwiegend behandelt werden dort Jugendliche mit Ängsten, Depressionen, Auffälligkeiten in der Persönlichkeitsentwicklung (zB Borderlinesymptomatik), Traumafolgestörungen, psychotische Erkrankungen und in psychischen Krisensituationen.

Schwerpunkte

Mein Schwerpunkt liegt im Bereich der Adoleszenz-Psychiatrie, umfasst also das Jugend- und junge Erwachsenenalter (Altersspanne ca. 12-25 Jahre), die Übergangsphase von der Kindheit ins Erwachsenenalter.

An sich „ganz normale“ Entwicklungsaufgaben der Adoleszenz (Akzeptanz körperlicher Veränderungen, Ablösung von den Eltern, Beziehungen zu Gleichaltrigen, Selbstwert, soziale und berufliche Identitätsbildung) können zu Krisen führen.

Es können aber auch erstmals psychische Erkrankungen auftreten, die eine Behandlung erforderlich machen, z. B. Depressionen, bipolare Erkrankung,  Angst- oder Zwangserkrankungen, soziale Phobien,  Essstörungen, Suchterkrankungen,  Somatisierungsstörungen, Anpassungsstörungen, posttraumatische Belastungsstörungen, Persönlichkeitsentwicklungsstörungen, dissoziative Störungen oder Psychosen.

Tiefgreifende Entwicklungsstörungen (Autismus-Spektrum-Störungen), emotionale Störungen, ADHS,  Ticstörungen, Lernstörungen, umschriebene Entwicklungsstörungen oder Probleme im Sozialverhalten werden häufig schon früher auffällig.

Je nach Notwendigkeit werden psychotherapeutische und medikamentöse Behandlungsmethoden eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt jedoch meist in psychotherapeutischen und psychoedukativen Interventionen. Nur wenige Medikamente sind für diese Altersgruppe zugelassen, oft muss eine notwendige Medikation im „off-label-Bereich“ stattfinden.

Ich sehe die Phase der Adoleszenz als große Herausforderung und auch als Chance gleichzeitig, somit als eine Art Weichenstellung für das weitere Leben.

Wahlarzt - Information

Als Wahlärztin habe ich keine Kassenverträge. Sie erhalten eine Honorarnote, diese orientiert sich nach den Tarifen der privatärztlichen Honorarordnung der OÖ Ärztekammer. Sie können die Honorarnote bei Ihrer Versicherung einreichen und einen Teil rückerstattet bekommen, die Höhe variiert je nach Versicherung. Auch Zusatzversicherungen übernehmen manchmal einen Teil des Honorars.

Räumlichkeiten - Hinweis zur Barrierefreiheit

Der Therapieraum liegt im ersten Stock direkt über dem Haupteingang des Schlosses und ist nur über die Reiterstiege im Innenhof zu erreichen. Die Ordinationsräumlichkeiten im Erdgeschoß sind jedoch barrierefrei. Bitte schon bei Terminvereinbarung zum Erstkontakt auf einen diesbezüglichen Bedarf hinweisen.

Zu meiner Person

In Linz geboren, aufgewachsen in Graz.
Medizin-Studium in Graz und Barcelona, 1995 – 2003
Ausbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin im AKH Linz, 2003 – 2006
Facharztausbildung für Psychiatrie, Landesnervenklinik Linz, 2006 – 2013
Zusatzfach Kinder-Jugendpsychiatrie (KJP Landesnervenklinik Linz und Med Campus IV)
Gegenfächer Neurologie (Landesnervenklinik Linz), Innere Medizin (AKH Linz), Pädiatrie (LKH Graz, Abt. für  Kinderpsychosomatik und Med Campus IV, Neuropädiatrie)

ÖÄK-Diplom Psychosoziale Medizin, Linz
ÖÄK-Diplom Psychosomatische Medizin, Wien
ÖÄK-Diplom Psychotherapeutische Medizin (Integrative Therapie), Donau-Universität Krems -  lfd.

mehrjährige Mitarbeit beim Psychosozialen Notdienst Linz
mehrjährige Mitarbeit bei der Leitung der „Borderlinegruppe“ , Institut für Psychotherapie der ehem. Landesnervenklinik Linz (Neuromed Campus)
Mitarbeit Spielsuchtambulanz der pro mente OÖ

In Lebensgemeinschaft, ein Sohn.

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.psy-praxis.at